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PDF  Mandanten-Monatsinfo Mai 2021  (Mai 2021)




Infothek

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Steuern / Umsatzsteuer 
Dienstag, 20.04.2021

Keine Anwendung des ermäßigten Steuersatzes auf Umsätze eines Fotostudios

Der ermäßigte Steuersatz ist nicht auf die Umsätze eines Fotostudios, für die eine vom jeweiligen Kunden ausgefüllte und unterschriebene Bestätigung seiner gewerblichen oder kommerziellen Verwendungsabsicht vorliegt, anzuwenden. Das entschied das Finanzgericht Münster (Az. 5 K 268/20).

Der Schwerpunkt der Tätigkeit der Klägerin liege in der Erstellung der jeweils beauftragten Fotografie(n), und zwar unabhängig von einer privaten oder kommerziellen Verwendungsabsicht des jeweiligen Kunden. Die Klägerin betreibe Fotostudios, die speziell auf die Erstellung von Fotos ausgerichtet seien, und die ausweislich der Vielzahl an auf der Homepage der Firmengruppe, der die Klägerin mit ihren Fotostudios angehört, angebotenen Arten an Fotoshootings eine große Bandbreite möglicher Kundenwünsche abdecken. Den Kunden werde das jeweils einzelne fertige und ggf. unter mehreren Fotos ausgewählte Werk entweder als Ausdruck, ggf. wiederum unter Berücksichtigung besonderer Ausgestaltungswünsche, und/oder als Datei ausgehändigt. Der Übertragung der Nutzungsrechte komme im Vergleich zur Erstellung und Aushändigung der Fotos demgegenüber eine untergeordnete Bedeutung zu.

Soweit die Klägerin darauf hinweise, dass nach Auffassung der Finanzverwaltung insbesondere die Leistungen von Bildjournalisten (Bildberichterstatter) dem ermäßigten Steuersatz unterliegen, gebe es aufgrund der vorliegenden Umstände insoweit bereits zwischen der Tätigkeit der Klägerin – dem Betrieb von Fotostudios – und der typischen Tätigkeit eines Bildjournalisten keine ausreichende Vergleichbarkeit, die allein wegen der Übertragung von Nutzungsrechten an Fotos, die kommerziellen Zwecken des Kunden dienen, eine ermäßigte Besteuerung der gesamten damit verbundenen Leistung der Klägerin rechtfertigen würde.

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